“Onkel, wer hat das damals überhaupt alles möglich gemacht?”

(Werden meine Nichten und Neffen womöglich in ein paar Jahren mal fragen.)
389 Abgeordnete (sog. “Volksvertreter”) haben heute Abend mit ihrer Stimme ein Gesetz beschlossen, das zukünftig die Zensur des Internets möglich macht. Das Gesetz schränkt Grundrechte ein und hebt demokratische Grundprinzipien aus den Angeln. Jeder einzelne Abgeordnete ignoriert damit nicht nur zahlreiche mahnende Expertenstimmen, sondern zugleich eine eindrucksvoll unterstützte E-Petition gegen dieses Gestzesvorhaben. Da dies ein solch unfassbares und beunruhigendes Erlebnis ist, scheint es mir geboten, die Namen der Verantwortlichen zu dokumentieren. (Die Namensliste zum Download.)
Wenn später mal jemand fragt – Sie sind es gewesen:
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Beschissenes Grundgesetz

Ich bin kein politischer Mensch. Wenn ich wählen muss, womit ich meine Zeit eher verbringe, greife ich zuerst zur Literatur, dann zur Zeitung. Schon mein Vater las die Zeitung immer auf dem Klo. Politik geht mir grundsätzlich am Arsch vorbei. Es ist jedoch nicht so, dass mir deshalb alles Politische egal wäre, ganz im Gegenteil, ich gehe immer sehr bewußt wählen, sehe das als eine Art Bürgerpflicht. Ich denke auch nicht, dass man nichts verändern kann. Ich bin da nur nicht praktisch genug, bin kein politischer Gestalter. Außerdem tue ich mich schwer mit einem ideologischen Korsett. Dennoch denkt man schon ab und an darüber nach, wie es wohl wäre in die Politik zu gehen. Einerseits gäbe es dafür ganz banale gute Gründe, die vermutlich etliche Politiker ganz vordergründig anspornen. Dagegen spricht eine Art schlechten Gewissens: Wie könnte ich mich zu einer Wahl aufstellen lassen, wenn ich die Tagespolitik nicht auch über das Klo hinaus verfolge. Wie könnte ich Entscheidungen verantworten, wenn ich nicht bereit bin mich ausgiebig mit den Hintergründen zu beschäftigen? Nein, das kann ich nicht – auch wenn die Verlockung immer mal wieder riesig ist. (Man denke nur an die Pension, wenn man nur ein einziges Mal Mitglied des Bundestages war. Als Single reicht vermutlich schon der Landtag um im Alter immer noch besser dazustehen als viele Andere. Achtung: Gefährliches Halbwissen aus der Klolektüre)

Seit heute sehe ich kaum noch mein Problem: An dem Tag, an dem knapp 130.000 Bürger eine Petition gezeichnet haben, beschlossen deren Vertreter -womöglich noch gemeinsam auf dem Klo: “Das geht uns gepflegt am Arsch vorbei!”

Wartet’s ab: Irgendwann verstopft noch jedes Rohr!

Bühnenblog Relaunch

Bühnenblog Relaunch


Das Bühnenblog ist nun – so wie es ursprünglich geplant war- als Multi-User-Blog zurück und ich bitte um rege Beteiligung und vor allem um reichlich Werbung. Anders wird aus dem Projekt nie etwas werden, was wirklich schade wäre. Ein schweres Jahr liegt hinter mir und auch für die drei Mitautoren, die mich bei der Gründung unterstützten, hielt das letzte Jahr Überraschungen und Veränderungen bereit, sodass das Bühnenblog in eine etwas längere Pause ging. Für mich war das Bühnenblog in der Form ein Versuch, der keinesfalls gescheitert war. Von jeher war die Öffnung des Blogs angedacht. Nun ist es aber in jeder Hinsicht auf Unterstützung angewiesen und hofft da auf tolle Ideen. Herzlichen Dank an alle, die an das Projekt glauben und mir da immer wieder Mut machen.

Geschenke

Geschenke

Es weihnachtet inzwischen überall und hier trudeln bereits die ersten völlig unerwarteten Geschenke ein. Sogar aus Thailand wurde ich bedacht. Die Welt ist dank Internet eben doch klein und mit Hilfe von Amazon trifft auch jedes Geschenk voll und ganz den Geschmack. Jedes einzelne ist wunderbar und berührt mich sehr. Vielen, vielen Dank an Frau Dwarsloeper, den Batz und dem Manniac in Thailand!

Und wenn sich jetzt jemand fragt, wie das wohl geht, mir eine solche Freude zu bereiten, der klicke hier – es ist nämlich eigentlich relativ einfach. *g*